Pressemeldungen
24. April 2018

NOCH ANMELDUNGEN MÖGLICH: Neuer EX-IN-Kurs für Psychiatrieerfahrene

Die Stadtmission bildet psychiatrieerfahrene Männer und Frauen zu Fachkräften in eigener Sache aus. Kursabsolvent*innen können als sogenannte Genesungsbegleiter*innen oder Dozent*innen in der ambulanten und stationären Psychisch-Krankenhilfe arbeiten.
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24. April 2018

EX-IN-Tagung Bayern am 12. Mai in Nürnberg

Bayernweite EX-IN-Tagung bringt Psychiatrie-Erfahrene, Fachkräfte aus Sozialpsychiatrie, Verwaltung und Interessierte zusammen.
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23. April 2018

Leoni AG investiert in Chancengerechtigkeit

Nürnberger Leoni AG fördert die Stadtmission Nürnberg und sechs weitere Initiativen
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16. April 2018

Stadtmission: Entwurf des Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes inakzeptabel

NÜRNBERG. Am 15. Januar hat die Bayerische Staatsregierung einen Entwurf für ein Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG) vorgelegt. Während nur etwa 10% des Gesetzestextes tatsächlich den Ausbau von Hilfen thematisieren, definieren 90% des Gesetzes Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, die vermeintlich von Menschen mit psychischen Erkrankungen ausgehen.

„Dieser Entwurf hat den Namen Hilfegesetz nicht verdient“, sagt Elke Ernstberger, Leiterin des Bereiches „Psychische Erkrankungen“ bei der Stadtmission Nürnberg. Es befeuere die Stigmatisierung psychisch kranker Menschen, vor allem weil es ihre Unterbringung mit dem Maßregelvollzug für psychisch kranke Straftäter vermenge. Das schüre die Angst Betroffener vorm Hilfesystem und befeuere ihre Stigmatisierung: „Psychisch Erkrankte werden hier mit gefährlichen Straftätern gleichgesetzt, das verzerrt die Wirklichkeit, sagt Anke Frers, Leiterin des Sozialpsychiatrischen Dienstes der Stadtmission Nürnberg. Laut einer Studie des Robert-Koch-Institutes seien nur 2,4 % der psychisch Kranken von Psychosen betroffen, die ursächlich für ein erhöhtes Gefahrenpotential sein können. „Die allermeisten sind  dabei selbst- und nicht fremdgefährdend “, erklärt Frers weiter.

Gesetz macht Angst vorm Hilfesystem

36 von 40 Paragrafen des neuen, sogenannten Hilfegesetzes regeln die (Zwangs-)Unterbringung psychisch Erkrankter. Festgesetzte Besucherzeiten, Videoüberwachung und Leibesvisiten von Patienten – all das wäre künftig auf bayerischen Psychiatrie-Stationen erlaubt und würde dort für Gefängnisatmosphäre sorgen, so Brigitte Richter vom Selbsthilfeverein Pandora e.V. Sie zeigt sich über die geplante „Unterbringungsdatei“ besonders empört: Sensible, personenbezogene Daten von Patienten würden darin laut Gesetzentwurf bis zu fünf Jahre gespeichert und wären dort für Polizei und Kreisverwaltungsbehörden einsehbar. „Vollkommen unangemessen und inakzeptabel ist das“, sagt Richter und nennt ein Beispiel: „Auch eine junge Frau, die aufgrund einer Wochenbett-Depression als suizidgefährdet gelte und eingewiesen werden müsste, wäre dann noch Jahre nach einer solchen Krise polizeibekannt.“

 „Ein solches Gesetz hält Menschen, die in psychischen Krisen und Krankheiten stecken davon ab, sich Hilfe zu holen. Das ist fatal“, sagt Anke Frers Leiterin des Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadtmission Nürnberg. Insofern berge das Gesetz mehr Risiken als Chancen für Betroffene.

Fortschritte beim Krisendienst

Als großen Fortschritt begrüßen Vertreter von Stadtmission Nürnberg und Pandora e.V. den flächendeckenden Ausbau der Krisendienste in Bayern, der im Gesetzentwurf zum PsychKHG vorgesehen ist. „Das wäre ein Meilenstein“, so Elke Ernstberger. Bisher gibt es solche Dienste nur in Mittelfranken und Oberbayern. Eine landesweite Versorgung könnte die vielen (Zwangs-)Unterbringungen in Bayern tatsächlich reduzieren, meint Ernstberger. Bisher ist der Freistaat erschreckender Spitzenreiter in der Bundesrepublik: In Bayern werden etwa doppelt so viele Menschen in psychischen Ausnahmezuständen zwangseingewiesen als im Nachbarland Baden-Württemberg.

„Wir befürchten, dass dieser Gesetzentwurf bis zum Ende der Legislaturperiode durchgepeitscht wird“, erklärt Ernstberger. Das sei auch deshalb ärgerlich, weil damit viel inhaltliche Vorarbeit für ein modernes Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz unberücksichtigt bliebe, die Fachvertreter, Betroffene und politische Akteure bereits 2015 im Rahmen eines Runden Tisches geleistet hätten. Denkbar für die Vertreterinnen der Stadtmission sei, dass bis zum Sommer der Hilfeteil vom Unterbringungsteil im Gesetzentwurf getrennt und konkretisiert werde, damit ein PsychKHG in Kraft treten könne. Die Neuregelungen zur Unterbringung dagegen seien in ihrer bisherigen Form inakzeptabel.

Am 24. April hört der gesundheitspolitische Ausschuss des Landtags in München erneut Experten zum vorliegenden Entwurf des PsychKHG an.
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28. März 2018

„Die Regelungen des Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes stigmatisieren Betroffene“

Stadtmissions-Vorständin Gudrun Dreßel thematisiert im Gespräch mit Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, unter anderem den Entwurf des neuen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes für Bayern (BayPsychKHG) und die Änderungen im Bundesteilhabegesetz (BTHG).
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26. März 2018

Gegen Kinderarmut und Bildungsungerechtigkeit: Stadtmission sammelt Spenden

Die Stadtmission Nürnberg startet eine Spendenaktion für arme Kinder und Familien. Ein Viertel ihrer Hilfeangebote in dem Bereich „Chancen für junge Menschen“ lebt ausschließlich von Spenden.

NÜRNBERG.    Unter den 15 größten deutschen Städten weist Nürnberg die zweithöchste Armutsgefährdungsquote auf. Mehr als jedes vierte Kind ist hier von Sozialleistungen abhängig – häufig trotz hart arbeitender Eltern. „Es gibt so viele arme Kinder, weil es so viele arme Familien gibt“, sagt die Vorstandssprecherin der Stadtmission Nürnberg, Gudrun Dreßel. Zugenommen habe die Armut in den letzten Jahren insbesondere in Familien mit alleinerziehenden Eltern und in Familien mit mehr als vier Kindern. „Wir können nicht hinnehmen, dass das Kinderhaben ein Armutsrisiko für Familien ist“, so Dreßel. „Die Belastungen von Eltern müssen auf mehr Schultern verteilt werden“, lautet ihr Appell.

Wie hilft die Stadtmission?

Mit ihren Angeboten im Bereich „Chancen für junge Menschen“ arbeitet die Stadtmission Nürnberg gegen die Benachteiligung armer Kinder an. „Wir bieten Nahrung für Hirn, Herz und Bauch“, erklärte Alexandra Frittrang, die „Chancen für junge Menschen“ bei der Stadtmission leitet. Gemeint sind damit außerschulische Förderangebote wie kostenfreie Hausaufgaben- und Nachhilfe, Prüfungsvorbereitung, Mal- und Musikworkshops, aber auch Ausflüge in Freizeitparks, ins Kindertheater oder gemeinsame Kochaktionen. Viele der von der Stadtmission betreuten Kinder seien gesundheitlich nicht gut beieinander und schon mit sechs Jahren übergewichtig, erzählt Frittrang.

„In unsere Spiel- und Lernstube Lobsinger kommen Kinder, die zu Hause mit fünf Geschwistern und Eltern in drei Zimmern leben. Dort gibt es weder für jeden ein Bett, geschweige denn einen ruhigen Tisch für die Hausaufgaben oder Platz zum Toben“, erzählt Frittrang. Für diese Kinder sei die „Lobsinger“ ein zweites Wohnzimmer und die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen wichtige Vertrauensmenschen. Ähnlich sei es auch im Diana-Hort im Nürnberger Süden. Leiterin Kristin Reidy erzählt von einem ihrer Kinder:

Chance ergriffen: Flüchtlingskind Maher* und seine Familie

Vor zwei Jahren kam der neunjährige Maher in den Diana-Hort. Mit vier Kindern waren die Eltern zuvor aus Syrien geflohen, Mahers Vater und einer seiner Brüder auf der  Flucht ums Leben gekommen. Mit seiner Mutter und zwei Geschwistern lebt er heute in einer 1-Zimmer-Wohnung in der Diana-Wohnanlage. In seinen ersten Monaten im Diana-Hort schlief oder weinte Maher – nichts anderes sei möglich gewesen. Nachts, zu Hause sei er nicht zur Ruhe gekommen, im Diana-Hort bei den tobenden Kindern dagegen eingeschlafen, erzählt Reidy. „Ich bin stolz und glücklich über Maher“, sagt die Hortleiterin knapp zwei Jahre später. „Maher spricht heute verständlich Deutsch, isst bei allen unseren Mahlzeiten mit und hat sowohl unter den jüngeren als auch unter den älteren Kindern im Hort viele Freunde.“ Als der Hort über die Weihnachtstage zuletzt geschlossen war, sei Maher im neuen Jahr zu seinen Betreuern gestürmt und habe verkündet:„Gott sei Dank ist wieder offen! Ich war jeden Tag vor der Tür. Ich habe geschaut, ob ihr schon wieder da seid.“

Wo kommt die Hilfe an?

Etwa 80% der bei der Stadtmission geförderten Kinder hätte einen Migrationshintergrund. Allein im Diana-Hort und in der Spiel- und Lernstube Lobsinger seien 41% der Eltern alleinerziehend, 75 % der Familien von SGB II-Leistungen abhängig – oft trotz eines oder sogar mehrerer Jobs. „Seit 2006 haben wir etwa 3 400 Kinder unterstützen können, in diesem Jahr profitieren 350 Mädchen und Jungen mit ihren Familien von unserer Arbeit“, erläutert Alexandra Frittrang. Ganz entscheidend sei, dass die Eltern eng begleitet und einbezogen würden. Dafür gebe es beispielsweise auch mehrsprachige Elternsprechstunden und regelmäßig Aktionen, bei denen die ganze Familie eingeladen sei.

Wie viele Spenden werden gebraucht?

All diese „Chancen für junge Menschen“ seien prekär finanziert, betonte Vorständin Gudrun Dreßel. „Reguläre Personalschlüssel, strenge Buchungszeiten und Aktionen, die nur durch Eltern finanziert werden – das reicht in der Lebenssituation unserer Kinder und Familien einfach nicht aus“. Um benachteiligte Kinder und ihre Potentiale zu fördern brauche es individuelle, zusätzliche Angebote, die nur Spenden ermöglichen könnten. 55 000 EUR will die Stadtmission mit ihrem aktuellen Spendenaufruf einwerben. Im ganzen Jahr werden etwa 230 000 EUR gebraucht.  Die Verbindung zum Spendenkonto lautet:

Stadtmission Nürnberg e.V.IBAN: DE71 5206 0410 1002 5075 01BIC: GENODEF1EK1Evangelische Bank eGStichwort: Chancen

*Name geändert

 


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23. Februar 2018

Telefónica Deutschland unterstützt Kindernotfonds

1 000 EUR kommen mittellosen Kindern und Jugendlichen aus den Einrichtungen der Stadtmission Nürnberg zu Gute.
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12. Februar 2018

Stadtmission sagt Danke für Ihre "Erste Hilfe gegen Armut"

Mit großer Dankbarkeit dürfen wir auf das Jahr 2017 zurückblicken, in dem wir vielen benachteiligten, einsamen, alten oder kranken Menschen helfen konnten. Darunter auch mit vielen Initiativen, die nur durch verlässliche Spenden vieler Unterstützer getragen werden.

Da ist zum Beispiel die starke Resonanz, die die Stadtmission auf ihre Weihnachtsaktion „Erste Hilfe gegen Armut“ erfahren durfte. „Von über 1.500 Spenderinnen und Spendern wurden uns bislang 154.332,69 Euro anvertraut“, freut sich Gudrun Dressel, Vorstandssprecherin der Stadtmission Nürnberg. „Dies ist noch einmal eine deutliche Steigerung gegenüber dem schon erfreulichen Vorjahr!“ Aber auch für die vielen anderen Aufgabengebiete der Stadtmission erhielten wir zahlreiche Spenden. Gudrun Dressel: „Ob in der Wärmestube, der Altenhilfe, der Sozialberatung, den Ambulanten Erzieherischen Hilfen oder für unserer Kindernotfonds – dank dieser tollen Unterstützung müssen wir niemanden, der Hilfe braucht, wegschicken!"

Viele Menschen sowie Unternehmen und Hilfsinitiativen aus der Region haben ihren Teil dazu beigetragen. Für diese Verbundenheit und das damit zum Ausdruck gebrachte Vertrauen in die Arbeit der Stadtmission danken wir im Namen der von uns geförderten und betreuten Menschen und der Mitarbeitenden, die all diese Menschen begleiten von Herzen!

 

Wer noch helfen möchte:

Spendenkonto:

Stadtmission Nürnberg e.V.IBAN: DE71 5206 0410 1002 5075 01BIC: GENODEF1EK1Evangelische Bank eG

Stichwort: Armut

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Spendenseite unter www.stadtmission-nuernberg.de/spenden.
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23. Januar 2018

Interkulturelles Märchenbuch geht in die 2. Auflage

Nach wenigen Wochen waren die ersten 1 000 Bücher vergriffen. Ab Ende Januar stehen weitere 1 000 Exemplare zum Verkauf. Das Buch ist aus einer Kooperation der Stadtmission Nürnberg mit der Dekanatsfrauenbeauftragten hervorgegangen.
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09. Januar 2018

Tombola-Gewinn ermöglicht Werbekampagne der Stadtmission

Beim „Ball der Unternehmer“ hatte Kersten Stöbe ein Werbebudget der Nürnberger „Stadtreklame“ über 25 000 EUR gewonnen. Seine Werbeflächen sponserte er der Stadtmission Nürnberg, die so erstmals an Bushaltestellen-Wänden um Personal werben kann.
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