Ewelt: „Die Diakonie braucht Gottes Segen.“

Gestern wurde Pfarrer Matthias Ewelt mit einem Gottesdienst in der Nürnberger St. Jakob-Kirche in seine Vorstandsämter bei der Diakonie Erlangen und der Stadtmission Nürnberg eingeführt.

Matthias Ewelt wurde am 27. September im Rahmen eines Gottesdienstes mit rund 200 Gästen feierlich in seine Vorstandsämter eingeführt.

NÜRNBERG.    Mit seiner feierlichen Amtseinführung ist Pfarrer Matthias Ewelt (52) nun offiziell Theologischer Vorstand der Stadtmission Nürnberg und Vorstandssprecher der Diakonie Erlangen. Als Nachfolger von Wolfgang Tereick ergänzt er damit Gudrun Dreßel und Gabi Rubenbauer in dem dreiköpfigen Spitzengremium. Vertreter aus Politik, Kirche und Diakonie sowie Mitarbeitende beider diakonischer Träger versammelten sich am Mittwoch in der St. Jakobkirche.

Die Diakonie braucht Gott

„All eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für Euch“ – diesen Vers stellte Ewelt beim Einführungsgottesdienst in den Mittelpunkt seiner Predigt. Diese Aufforderung verstehe er als Führungsmodell: Sich nicht erdrücken zu lassen von den eigenen Aufgaben, den eigenen Sorgen, sondern mutig auf die Kraft und Führung Gottes zu vertrauen, dass sei „ein phänomenales und kategorisches Angebot Gottes“. In dem Wissen selbst getragen zu sein, könnten gerade die Mitarbeitenden der Diakonie Menschen in Not und Verzweiflung Zuversicht und Fröhlichkeit weitergeben. „Wir haben und brauchen für unsere Arbeit den Segen Gottes“, so der 52-jährige Theologe.

Auch Stadtdekan Dr. Jürgen Körnlein, gleichzeitig Vorsitzender des Verwaltungsrates der Stadtmission, sagte am Mittwoch, „mit Gott können wir erkennen, was entscheidend ist. Wir fragen im Gebet:,Gott, was ist jetzt dran?‘“.

Anliegen und Verantwortlichkeiten im neuen Amt

„Die soziale Not drängt in die Städte“, sagte Ewelt zu seiner Amtseinführung. Die Arbeit der Diakonie sei in Nürnberg und Erlangen demnach besonders brisant, so der 52-Jährige, der seinen Arbeitsort aus dem ländlichen Neustadt/Aisch nun in die Stadt verlegt hat. Besonders am Herzen liege ihm auch die Pflege, für deren Image er sich als Vorstand stark machen will: „Wir brauchen hier einen Quantensprung der Veränderung: Wir müssen Respekt, Zuwendung und Wertschätzung für Gepflegte, Pflegende und Träger gleichermaßen steigern“, so Ewelt. Stadtmission Nürnberg und Diakonie Erlangen seien in einem sehr guten Kontakt mit den regionalen Behörden und Kostenträgern. „Das sehe ich als große Chance, hier konkret und regional Fortschritte zu bewirken.“

Matthias Ewelt ist in der Stadtmission Nürnberg verantwortlich  für die Bereiche Seniorenhilfe, Gefährdetenhilfe sowie die zahlreichen Beratungsdienste des Trägers. Im Diakonischen Werk Erlangen ist er Vorstandssprecher und verantwortet sämtliche sozialen Dienste wie auch die Seniorenarbeit.

Matthias Ewelt: Pfarrer, Vater, Hobbyschrauber

Bevor Matthias Ewelt am 1. August als Vorstand der Diakonie Erlangen und der Stadtmission Nürnberg startete, war er seit 2010 Dekan in Neustadt an der Aisch. Seit 1991 war der studierte Theologe als Pfarrer im Gemeindedienst tätig. Hätte es 1984 mit dem Abitur nicht geklappt, so hätte er sein Glück als KfZ-Mechaniker gesucht, sagt Ewelt heute schmunzelnd.

Matthias Ewelt ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Meldung vom: 28.09.2017
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