Musik für benachteiligte Kinder

Mit „Musik macht Freu(n)de“ werden Kinder aus sozial instabilen, belasteten familiären Verhältnissen musikalisch und emotional gefördert. Um die Chor-, Instrumental- und Theatergruppen ein weiteres Jahr finanzieren zu können, müssen 50.000 EUR Spenden gesammelt werden.

Ursula Andres (hinten) traut jedem Kind aus ihren Chor- und Musicalgruppen ein Solo zu.

Rasseln und Zimbeln sind für die Jungen und Mädchen oft die ersten Instrumente, mit denen sie umgehen lernen.

Im Chor wird mit allen Sinnen geprobt: Mit Klatsch-und Tanzlieder sind die Kinder schnell zu begeistern.

Aus Theater- und Chorgruppe wird regelmäßig ein Kindermusicalensemble.

Kinder, die in sozial belasteten Verhältnissen aufwachsen, Suchtprobleme, Vernachlässigung oder gar Misshandlungen in ihren Familien erleben, kämpfen oft eine Leben lang mit den Nachwirkungen:  Aggressionen, Konzentrationsschwierigkeiten, Selbstzweifel und Angststörungen belasten sie im Alltag und beeinträchtigen ihre Lebens- und Entwicklungschancen erheblich.

Musik als Heil- und Fördermittel

Gegen diese soziale Abwärtsspirale arbeitet die Stadtmission an. In dem Projekt „Musik macht Freu(n)de“ fördert sie benachteiligte Jungen und Mädchen durch gemeinsames Singen, Theaterspielen, Gitarrenunterricht und vieles mehr. Noch wichtiger als die musikalische Bildung ist den Initiatoren dabei, die Kinder emotional zu bestärken. „Wenn die Kinder hier ein Instrument spielen, im Chor üben, spielen in diesen Momenten des Musizierens Benachteiligungen, Problemdiagnosen, Ausgrenzungs- und Gewalterfahrungen keine Rolle. Dann ist das Kind einfach Kind, kann mit allen Sinnen spüren und entdecken, was es selbst Schöne bewirken kann“, erklärt Vorstandssprecherin Gudrun Dreßel. Das seien oft ungewohnte Erfahrungen, die den Jungen und Mädchen fürs ganze Leben helfen, so Dreßel.

Viele anrührende Erfolgsgeschichtchen

Chor- und Musicalleiterin Ursula Andres erzählt von dem zehnjährigen Benjamin: Lange hatte er jede Woche in ihrer Chorprobe gesessen, mitgemacht, doch nie ein Wort gesprochen. Als Andres den schüchternen Jungen einlädt, eine kleine Solo-Passage zu singen, schreckt Benjamin zurück. Erst da stellt sich heraus, dass der Junge nicht nur unsicher ist, sondern Schwierigkeiten mit dem Sprechen hat, mitunter stottert. Andres Macht ihm Mut: „Du brauchst hier nichts zu machen, was du nicht möchtest. Du kannst einfach zum Mitsingen kommen. Probier's aus, was du magst – ich trau dir alles zu.“ Und tatsächlich. Benjamin gewinnt Vertrauen in seine Chorleiterin und in die anderen Kinder der Singgruppe – und er gewinnt Zutrauen in sich selbst. Inzwischen singt er begeistert in Gemeinschaft, hin und wieder auch als Solist – sogar vor Publikum.

Ursula Andres ist seit 49 Jahren im Martin-Luther-Haus, wo das Musikprojekt verortet ist, tätig.  Sie hat die musikpädagogische Arbeit seit 1994 mit auf- und ausgebaut. Heute gestalten 11 hauptberufliche Musikpädagogen in Zusammenarbeit mit den sozialpädagogischen Mitarbeitern des Hauses sowie mehreren Ehrenamtlichen „Musik macht Freu(n)de“. Das Projekt ist extrem vielfältig aufgestellt - vom Einzelunterricht mit Schlagzeug, Klavier und Gitarre über die Percussiongruppe bis hin zum Kindermusical-Ensemble ist alles dabei. Etwa 150 Kinder profitieren aktuell von dieser Förderung.

Projekt lebt ausschließlich von Spenden

Damit die Angebote von „Musik macht Freu(n)de“ ein weiteres Jahr finanziert werden können, bittet die um finanzielle Unterstützung. Spendengelder in Höhe von 50.000 EUR werden benötigt, um Personal, Instrumente, Kostüme, Noten und Aufführungslizenzen zu bezahlen.

Spendenkonto:

Stadtmission Nürnberg e.V.

IBAN: DE715206 0410 1002 5075 01

Evangelische Bank eG

Stichwort: Musik macht Freude  

Meldung vom: 28.07.2017
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