Stadtmission gewinnt vdek-Zukunftspreis für SAM-Projekt

Projekt für Pflege und Suchthilfe ausgezeichnet

© vdek/Georg Lopata: v.l.: Christian Zahn, stellv. Verbandsvorsitzender des vdek und Juryvorsitzender; Dr. Regina Klakow-Franck, Jurymitglied; Erica Metzner, Einrichtungsleiterin Suchthilfezentrum Stadtmission Nürnberg; Beate Schwarz; SAM-Projektleiterin Stadtmission Nürnberg; Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek; Uwe Klemens, Verbandsvorsitzender des vdek

NÜRNBERG.    Mit dem diesjährigen Zukunftspreis des Verbands der Ersatzkassen (vdek), der 2017 zum achten Mal verliehen wurde, wurden drei Leuchtturm-Projekte zum Thema „Gesundheit für Ältere gestalten –Lebensqualität fördern“ ausgezeichnet. Das Stadtmissions-Projekt  „SAM – Hilfe für suchtgefährdete, alte Menschen“ erhielt den zweiten Preis. Am Donnerstag, 19. Oktober, nahmen Projektleiterin Beate Schwarz und Erica Metzner, die das Nürnberger Suchthilfezentrum leitet, den Preis in Berlin entgegen.

SAM verbindet Pflege und Suchthilfe

Ende 2016 hatte das Suchthilfezentrum der Stadtmission Nürnberg das SAM-Projekt (suchtgefährdete alte Menschen) gestartet: Pflege- und Betreuungskräfte in Senioreneinrichtungen sollen dabei unterstützt werden, medikamenten- und alkoholabhängige sowie suchtgefährdete Menschen besser zu versorgen. Im Projekt sollen Fachkräfte mehr Handlungssicherheit bei der Betreuung Suchtbetroffener erlangen und gemeinsam mit ihnen einen guten, individuellen Umgang mit der Erkrankung entwickeln. Auch betreuende Angehörige werden über das SAM-Projekt im Suchthilfezentrum beraten. „Wir wollen nicht über, sondern mit den betroffenen Senioren entscheiden, wie ein besserer Umgang mit den jeweiligen Suchtmitteln aussehen kann,“ so Metzner über das SAM-Projekt. Um einen guten Umgang zu entwickeln, müsse man die Sucht gegenüber allen Beteiligten aber auch deutlich beim Namen nennen, ergänzte Projektleiterin Beate Schwarz.

Krankenkassen würdigen zukunftsträchtige Versorgungsideen

Wegweisende Ideen und Best-Practice-Konzepte zur gesundheitlichen Versorgung werden seit 2010 mit dem vdek-Preis ausgezeichnet. „So wollen die Ersatzkassen das besondere Engagement der Projektinitiatoren und deren Mut, neue Wege zu gehen, anerkennen und fördern“, sagte vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner. Erica Metzner und Beate Schwarz freuten sich über diese Anerkennung. Insgesamt 51 Projekte hatten sich um eine Auszeichnung mit dem Zukunftspreis beworben. Den ersten Preis gewann der Generationenhilfe Börderegion e.V. aus Hohenhameln mit seinem Projekt „Hand in Hand im Bördeland“.

 

 

 

Meldung vom: 25.10.2017
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