Pressemeldungen
12. Juni 2018

PsychKHG: Stadtmission begrüßt Änderungsanträge der CSU-Fraktion

Gesetzentwurf wird heute im Gesundheitsausschuss nochmals beraten.
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07. Juni 2018

„Ein Herzensjob am Bahnhof“

Die Nürnberger Bahnhofsmission braucht dringend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Interessierte sind herzlich eingeladen, den Infoabend oder individuelle Schnupperdienste wahrzunehmen. Helmut Schmidt ist seit zehn Jahren begeistert dabei.
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06. Juni 2018

Mit Autismus leben lernen: Therapien für kleine Kinder

Themenreihe für Angehörige, Fachleute und Betroffene
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04. Juni 2018

Psychiatriegesetz für Bayern: Misstrauen bleibt

Betroffene, Oppositionsparteien und Fachexperten bezweifeln, dass aus einem mangelhaften Entwurf noch ein gutes Gesetz werden kann. Das wurde in einer einschlägige Diskussionsveranstaltung der Stadtmission Nürnberg am gestrigen Montag überdeutlich. Die öffentliche Veranstaltung fand enorm Resonanz.
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14. Mai 2018

Willkommenskultur und Integration in Nürnberg: „Wir Mütter sind gefragt“

Viele nach Nürnberg zugewanderte Familien wünschen sich die Hilfe einer Stadtteilmutter. Weil die Warteliste immer länger wird, sucht die Stadtmission jetzt Nürnberger Mütter mit und ohne Migrationshintergrund als ehrenamtliche Familien- und Integrationshelferinnen.
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24. April 2018

NOCH ANMELDUNGEN MÖGLICH: Neuer EX-IN-Kurs für Psychiatrieerfahrene

Die Stadtmission bildet psychiatrieerfahrene Männer und Frauen zu Fachkräften in eigener Sache aus. Kursabsolvent*innen können als sogenannte Genesungsbegleiter*innen oder Dozent*innen in der ambulanten und stationären Psychisch-Krankenhilfe arbeiten.
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24. April 2018

EX-IN-Tagung Bayern am 12. Mai in Nürnberg

Bayernweite EX-IN-Tagung bringt Psychiatrie-Erfahrene, Fachkräfte aus Sozialpsychiatrie, Verwaltung und Interessierte zusammen.
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23. April 2018

Leoni AG investiert in Chancengerechtigkeit

Nürnberger Leoni AG fördert die Stadtmission Nürnberg und sechs weitere Initiativen
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16. April 2018

Stadtmission: Entwurf des Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes inakzeptabel

NÜRNBERG. Am 15. Januar hat die Bayerische Staatsregierung einen Entwurf für ein Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG) vorgelegt. Während nur etwa 10% des Gesetzestextes tatsächlich den Ausbau von Hilfen thematisieren, definieren 90% des Gesetzes Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, die vermeintlich von Menschen mit psychischen Erkrankungen ausgehen.

„Dieser Entwurf hat den Namen Hilfegesetz nicht verdient“, sagt Elke Ernstberger, Leiterin des Bereiches „Psychische Erkrankungen“ bei der Stadtmission Nürnberg. Es befeuere die Stigmatisierung psychisch kranker Menschen, vor allem weil es ihre Unterbringung mit dem Maßregelvollzug für psychisch kranke Straftäter vermenge. Das schüre die Angst Betroffener vorm Hilfesystem und befeuere ihre Stigmatisierung: „Psychisch Erkrankte werden hier mit gefährlichen Straftätern gleichgesetzt, das verzerrt die Wirklichkeit, sagt Anke Frers, Leiterin des Sozialpsychiatrischen Dienstes der Stadtmission Nürnberg. Laut einer Studie des Robert-Koch-Institutes seien nur 2,4 % der psychisch Kranken von Psychosen betroffen, die ursächlich für ein erhöhtes Gefahrenpotential sein können. „Die allermeisten sind  dabei selbst- und nicht fremdgefährdend “, erklärt Frers weiter.

Gesetz macht Angst vorm Hilfesystem

36 von 40 Paragrafen des neuen, sogenannten Hilfegesetzes regeln die (Zwangs-)Unterbringung psychisch Erkrankter. Festgesetzte Besucherzeiten, Videoüberwachung und Leibesvisiten von Patienten – all das wäre künftig auf bayerischen Psychiatrie-Stationen erlaubt und würde dort für Gefängnisatmosphäre sorgen, so Brigitte Richter vom Selbsthilfeverein Pandora e.V. Sie zeigt sich über die geplante „Unterbringungsdatei“ besonders empört: Sensible, personenbezogene Daten von Patienten würden darin laut Gesetzentwurf bis zu fünf Jahre gespeichert und wären dort für Polizei und Kreisverwaltungsbehörden einsehbar. „Vollkommen unangemessen und inakzeptabel ist das“, sagt Richter und nennt ein Beispiel: „Auch eine junge Frau, die aufgrund einer Wochenbett-Depression als suizidgefährdet gelte und eingewiesen werden müsste, wäre dann noch Jahre nach einer solchen Krise polizeibekannt.“

 „Ein solches Gesetz hält Menschen, die in psychischen Krisen und Krankheiten stecken davon ab, sich Hilfe zu holen. Das ist fatal“, sagt Anke Frers Leiterin des Sozialpsychiatrischen Dienst der Stadtmission Nürnberg. Insofern berge das Gesetz mehr Risiken als Chancen für Betroffene.

Fortschritte beim Krisendienst

Als großen Fortschritt begrüßen Vertreter von Stadtmission Nürnberg und Pandora e.V. den flächendeckenden Ausbau der Krisendienste in Bayern, der im Gesetzentwurf zum PsychKHG vorgesehen ist. „Das wäre ein Meilenstein“, so Elke Ernstberger. Bisher gibt es solche Dienste nur in Mittelfranken und Oberbayern. Eine landesweite Versorgung könnte die vielen (Zwangs-)Unterbringungen in Bayern tatsächlich reduzieren, meint Ernstberger. Bisher ist der Freistaat erschreckender Spitzenreiter in der Bundesrepublik: In Bayern werden etwa doppelt so viele Menschen in psychischen Ausnahmezuständen zwangseingewiesen als im Nachbarland Baden-Württemberg.

„Wir befürchten, dass dieser Gesetzentwurf bis zum Ende der Legislaturperiode durchgepeitscht wird“, erklärt Ernstberger. Das sei auch deshalb ärgerlich, weil damit viel inhaltliche Vorarbeit für ein modernes Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz unberücksichtigt bliebe, die Fachvertreter, Betroffene und politische Akteure bereits 2015 im Rahmen eines Runden Tisches geleistet hätten. Denkbar für die Vertreterinnen der Stadtmission sei, dass bis zum Sommer der Hilfeteil vom Unterbringungsteil im Gesetzentwurf getrennt und konkretisiert werde, damit ein PsychKHG in Kraft treten könne. Die Neuregelungen zur Unterbringung dagegen seien in ihrer bisherigen Form inakzeptabel.

Am 24. April hört der gesundheitspolitische Ausschuss des Landtags in München erneut Experten zum vorliegenden Entwurf des PsychKHG an.
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28. März 2018

„Die Regelungen des Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes stigmatisieren Betroffene“

Stadtmissions-Vorständin Gudrun Dreßel thematisiert im Gespräch mit Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, unter anderem den Entwurf des neuen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes für Bayern (BayPsychKHG) und die Änderungen im Bundesteilhabegesetz (BTHG).
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