„Seid mutig und stark!“ – unter diesem Bibelzitat (5. Mose 31,6) bündelt der Jahresrückblick diesmal seine Themen, die klarmachen: Besonders in gesellschaftlich schwierigen Zeiten können sich die Menschen in der Region auf ihre Stadtmission und Diakonie verlassen. Etwa die Obdachlosen rund um den Nürnberger Hauptbahnhof. Sie treffen seit Frühling dieses Jahres regelmäßig auf die beiden „Bahnhofsläuferinnen“ Michelle Jaß und Annika Zitzmann. Die engagierten Streetworkerinnen füllen ein neues Modellprojekt der Stadtmission mit Leben und wollen damit die Lebenssituation von Menschen verbessern, die kein festes Dach über dem Kopf und oftmals nicht die kleinste Perspektive haben.
Wenig Perspektive hatten meist auch psychisch erkrankte Menschen in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik. Viele von ihnen wurden in Anstalten auf dem flachen Land regelrecht „verwahrt“, statt sie in die Mitte der Gesellschaft mit adäquater Behandlung zu integrieren. Das änderte sich mit dem Erscheinen der „Psychiatrie-Enquete“ 1975, wie Anke Triebel, Leiterin des Bereichs Seelische Erkrankungen, Autismus und Sucht bei der Stadtmission im Interview berichtet.
Der Sozialpsychiatrische Dienst stellt im druckfrischen Jahresrückblick diesmal seine Angebote speziell für ältere Menschen vor, während im Artikel „Hier gibt es keine Tabus“ die Arbeit der Schwangerschafts- und Sexualberatung gewürdigt wird. Bereits seit 50 Jahren steht die Einrichtung Frauen, Männern und Familien bei allen Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Sexualität kompetent zur Seite. Auch die Psychotherapeutische Fachambulanz feierte ein Jubiläum: Seit 15 Jahren werden dort straffällig gewordene Menschen therapiert – und somit vor einem Rückfall bewahrt. Denn: Therapie ist Opferschutz.
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digitalen Ausgabe des Jahresrückblicks 2024/2025.



