Hilfe im Leben

Martin-Luther-Haus sucht Tierpaten*innen für Jugendbauernhof

NÜRNBERG. Tierische Unterstützer: Auf dem Jugendbauernhof des Martin-Luther-Hauses stärken Schweine und Hühner, Ponys und Esel sowie Ziegen, Meerschweinchen, Kaninchen und viele andere Tiere das Selbstwertgefühl von Kindern aus belasteten Verhältnissen. Der positive Effekt der tiergestützten Pädagogik steht außer Frage, allerdings steigen die Kosten für die Haltung der wiehernden und gackernden Mutmacher rasant. Deshalb hat sich die Einrichtung der Stadtmission Nürnberg e.V. etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Sie sucht Tierpaten*innen. Wer sich engagieren möchte, ist bereits mit 20 Euro im Jahr dabei.

Meerschweinchen wuseln aufgeregt durch ihr großzügiges Gehege, während sich Ziegenböcke Scharmützel ums Futter liefern. Aus dem anderen Eck tönt ein schallendes „I-Aah“ – die Esel buhlen um die Aufmerksamkeit der Kinder. Auf dem Jugendbauernhof des Martin-Luther-Hauses herrscht ordentlich Alarm. Unterbrochen wird die animalische Kakophonie nur von fröhlichem Kinderlachen. Kein Zweifel: Die Kleinen lieben es, sich um ihre tierischen Freunde*innen zu kümmern!

Tiere spenden Trost, wenn Worte fehlen

Hinter der Arbeit mit den Tieren verbirgt sich ein erfolgreiches pädagogisches Konzept. „Wir erleben täglich, wie wirksam und wertvoll die Arbeit mit den Tieren für die Kinder und Jugendlichen mit herausfordernden Lebenssituationen ist. Die Tiere sind weit mehr als nur Begleiter – sie wirken je nach Indikation beruhigend oder aktivierend. Damit sind sie wichtige Partner im Rahmen der Tiergestützten Intervention, kurz TGI“, erläutert Christian Debebe, Leiter der Zentralen Pädagogischen Dienste im Martin-Luther-Haus. Viele der Kinder, die in der Einrichtung im Nordostpark zeitweise oder dauerhaft leben, haben in ihrem bisherigen Leben wenig stabile und verlässliche Strukturen erfahren. Sie waren teilweise Vernachlässigung, körperlicher Gewalt oder sogar sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Auf dem Jugendbauernhof erleben sie nun, wie ihnen die Tiere ganz unvoreingenommen begegnen – neugierig, aufmerksam und offen. Das stärkt sie in ihrem Glauben an sich selbst; ihr Selbstvertrauen wächst. Und: Katze, Esel und Co spenden Trost, wenn Worte fehlen.

So sinn- und wirkungsvoll die pädagogische Arbeit des Jugendbauernhofes auch ist: Sie kostet viel Geld. Zumal die Tiere selbstverständlich artgerecht gehalten werden. Gerade dafür sind die Kosten in den letzten Jahren enorm gestiegen. Futter, Tierarztbesuche, Medikamente, Tierpfleger*innen und die Instandhaltung des Bauernhofs stellen das Martin-Luther-Haus vor große finanzielle Herausforderungen. „Auf Dauer können wir nicht alle Preissteigerungen aus eigener Kraft stemmen“, betont Debebe. Man wolle das einzigartige Angebot jedoch unbedingt aufrechterhalten – mit der Hilfe von Tierpaten*innen.

Meerschweinchen für 20 Euro, Ponys für 200

Die Patenschaften werden für alle Tierrassen angeboten, die auf dem Jugendbauernhof zuhause sind. Wer sich beispielsweise für die Meerschweinchen entscheidet, kann bereits für 20 Euro pro Jahr Pate*in werden. Weiter geht es mit Hasen (30 Euro), Hühnern (40 Euro), Enten (50 Euro) und Katzen (60 Euro). Auch die größeren Bewohner des Bauernhofs freuen sich über Paten*innen: Schweine (80 Euro), Ziegen (100 Euro), Esel (150 Euro) und Ponys (200 Euro). Selbstverständlich steht es jedem*r Tierpate*in frei, auch mehr als die genannten Mindestbeträge zu spenden. 

Ein besonderes Schmankerl für alle Paten*innen dürfte wohl das jährliche exklusive Treffen auf dem Jugendbauernhof sein. Dabei lernen diese die Tiere kennen und werfen einen Blick hinter die Kulissen des Martin-Luther-Hauses und seiner wichtigen Arbeit. Außerdem spendiert die Stadtmission eine persönliche Patenschafts-Urkunde und stellt Spendenbescheinigungen aus. So einfach war es selten, tierisch Gutes zu tun … 

Jetzt Tierpatenschaft abschließen! So geht's:

  1. Besuchen Sie unser Spendenformular unter https://secure.spendenbank.de/form/1739.
  2. Wählen Sie unter der Kategorie „Spendenzweck“ die Option
    „Eigener Verwendungszweck“ aus.
  3. Geben Sie im Feld für den Verwendungszweck den Text
    „Tierpatenschaft + Tier (z. B. Esel) + Ihre Adresse“ ein.
  4. Erfassen Sie den entsprechenden Betrag für das gewählte Tier.
  5. Wählen Sie beim Spendenrhythmus „jährlich“ aus.

Oder: Legen Sie bei Ihrer Bank einen Dauerauftrag mit den oben genannten Rahmendaten an.

Mehr Infos zu unseren Tierpatenschaften finden Sie unter
www.stadtmission-nuernberg.de/tierpatenschaft

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