Nürnberg? Wählt sozial!

Anlässlich der Kommunalwahl am 8. März 2026 positionieren sich die diakonischen Träger und Einrichtungen der Stadt im Schulterschluss mit der evangelischen Kirche in Nürnberg. Ihre Kampagne #NürnbergWähltSozial startet am 1. Dezember 2025. Ziel der Kampagne ist es, Stadtratskandidierende aller demokratischen Parteien sowie die wählende Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, wo die soziale Infrastruktur in Nürnberg bröckelt und Menschen in der Stadt unterversorgt sind.

Um dem gegenzusteuern, haben die evangelischen Träger Vorschläge und Positionen für die Nürnberger Kommunalpolitik erarbeitet, die sie in den kommenden Wochen in diversen Veranstaltungsformaten mit Kandidierenden und Bürger*innen diskutieren wollen. Den Fokus legen sie dabei auf vier Handlungsfelder, die in kommunaler Verantwortung liegen:

  • Soziale Existenzsicherung
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Quartiersbezogene Seniorenarbeit
  • Wohnungs(not)politik

In den kommenden Wochen veröffentlichen und bewerben die evangelischen Einrichtungen ihre politischen Anliegen für eine gesicherte soziale Daseinsfürsorge in Nürnberg auf Autos, Eingangstüren, in Gemeindeblättern und auf ihren Online-Kanälen. Ihr Motto dabei: Nürnberg? Wählt Sozial!

Vorrang für Soziales

„112.000 evangelische Christen und rund 4.000 Mitarbeitende, die sich haupt- und ehrenamtlich in diakonischen Einrichtungen und Gemeinden engagieren, haben nicht nur enorme soziale Relevanz, sie haben auch politisches Gewicht in Nürnberg“, meint Kai Stähler, Leiter der Diakonie-Bezirksstelle Nürnberg sowie Vorsitzender der Kreisarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrt. Zu ihrer gemeinsamen Ambition erklärt er: „Auch in einer finanziell angespannten Kommune bleibt immer ein politischer Handlungs- und Abwägungsraum. Wir sagen: Nürnberg braucht einen Stadtrat, der die soziale Daseinsfürsorge für die Bevölkerung auf seiner politischen Agenda wieder ganz hoch setzt.“

„Als Diakonie und Kirche tragen wir Verantwortung für die soziale Versorgung und das demokratische Miteinander der Stadtgesellschaft. Ob in evangelischen Kindertagesstätten, Wohnheimen, Beratungsstellen, Gemeindezentren oder Notunterkünften – überall helfen wir Menschen durch schwierige Lebenslagen hindurch und arbeiten gegen soziale Vereinsamung in der Stadt“, betont auch Dekanin Britta Müller und bilanziert: „Dass wir uns dafür auch politisch einsetzen, ist notwendig und folgerichtig.“

Politische Hintergrundgespräche und öffentliche Veranstaltungen

Ab 5. Dezember laden diakonische Fachleute u.a. aus der Johanniter Unfallhilfe, der Stadtmission Nürnberg, der Rummelsberger Diakonie und der Diakonie Mögeldorf, Stadtratskandidierende zu einer sozialpolitischen Gesprächs- und Besuchsreihe stadtweit an vier Standorte ein. Zudem sind für 28. Januar und 27. Februar öffentliche Publikumsveranstaltungen mit Kandidierenden geplant.

Hinter der Kampagne #NürnbergWähltSozial stehen zwölf diakonische Träger und Träger-Verbünde mit rund 200 Einrichtungen sowie das Evang.-Luth. Dekanat Nürnberg, zu dem 45 Kirchengemeinden, Sozial- und Bildungseinrichtungen zählen. Weiterführende Informationen finden sich auf der Website der Kampagne www.nuernbergwaehltsozial.de