Susanne Wood widmete sich in ihrer Arbeit einem Thema, das im Kita-Alltag oft übersehen wird: den Ängsten von Kindern. Ihr Fokus lag darauf, genauer hinzuhören, was Kinder wirklich beschäftigt. Unter dem Titel „Kinder erzählen von Ängsten in der KiTa: Anforderungen an Fachkräfte zur sensiblen Begleitung“ erforschte die Absolventin unterschiedliche Formen kindlicher Ängste – von Entwicklungsängsten wie der Furcht vor Dunkelheit oder Tieren bis hin zu sozialen Ängsten, Trennungsangst und Unsicherheiten gegenüber Neuem.
„Sie haben sich mit KiTa-Kindern befasst und ein, wie ich finde, elementar wichtiges Thema ausgesucht. Denn Sie haben in den Kitas dorthin geblickt, wo es leise wird: in die Gefühlswelt der Kinder, in ihre Sorgen und Unsicherheiten“, so Margit Buhl, stellvertretende Bereichsleitung der Kinder- und Jugendhilfe bei der Stadtmission Nürnberg, in ihrer Laudatio.
Besonders beeindruckend: Die Kinder wurden selbst zu kleinen Forschenden. Mit Kameras hielten sie fest, was ihnen im Kindergarten Angst macht, und sprachen anschließend in Gruppeninterviews darüber.
Aus ihren Ergebnissen entwickelte Susanne Wood praktische Empfehlungen für Fachkräfte. Ihre zentrale Botschaft: Angst ist kein Defizit, sondern ein natürliches Gefühl, das ernst genommen werden will.
Der Förderpreis wurde im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung an der Evangelischen Hochschule Nürnberg an die Absolventin des Bachelor-Studiengangs „Erziehung, Bildung und Gesundheit im Kindesalter dual“ übergeben. Er ist mit 1000 Euro dotiert.
Die Stadtmission Nürnberg gratuliert Susanne Wood herzlich zu ihrer herausragenden Arbeit und wünscht ihr alles Gute für ihren weiteren Weg.



