Seit 2007 unterstützt die Stiftung HILFE IM LEBEN die soziale Arbeit der Stadtmission. Ein Modell, das Dr. Hans Friedrich Birkel und seine Frau Dorothea Birkel von Anfang an überzeugt hat. Deshalb hatte sich das Ehepaar früh entschieden, HILFE IM LEBEN mit einer Zustiftung zu fördern – auch dank eines erfreulichen Briefs vom Finanzamt…
»FÜHLEN UNS ANDEREN MENSCHEN VERPFLICHTET«

Dr. Hans Friedrich Birkel und seine Frau Dorothea Birkel
Frau Birkel, Herr Dr. Birkel, vor knapp 20 Jahren haben Sie einen Steuerbescheid vom Finanzamt erhalten: Ihnen wurde eine Steuererstattung angekündigt! Statt mit diesem Geld in den Urlaub zu fahren, haben Sie sich entschieden, unsere Stiftung HILFE IM LEBEN mit einer Zustiftung zu unterstützen. Warum?
Dr. Hans Friedrich Birkel: Als Stiftungsrat kannte ich die Arbeit von HILFE IM LEBEN ja gut. Mich hat dabei beeindruckt, wie vielfältig die Initiativen sind, die unterstützt werden. Das wollten wir im Rahmen unserer Möglichkeiten gerne fördern.
Dorothea Birkel: Ich habe als Grundschullehrerin 17 Jahre lang Religion unterrichtet. Als das Gleichnis vom barmherzigen Samariter auf dem Lehrplan stand, habe ich mit den Kindern verschiedene soziale Einrichtungen besucht. Die Kinder fanden es toll, dass es zum Beispiel Seniorenheime und Kindergärten gibt. Als ich mich daran erinnerte, hat mich das in unserer Entscheidung für die Zustiftung bestärkt.
Herr Dr. Birkel, Sie waren viele Jahre als Dekan und Pfarrer in Nürnberg-Mögeldorf tätig. Welche Rolle spielt Ihr Glaube für Ihr Engagement als Zustifter?
Dr. Hans Friedrich Birkel: Meine Frau und ich verstehen uns als Christen, die sich anderen Menschen verpflichtet fühlen. Zu unserer christlichen Lebenseinstellung gehört es selbstverständlich dazu, zu helfen, wo man helfen kann. Darum bemühen wir uns.
Nun gibt es viele Möglichkeiten, wohltätig zu wirken. Warum haben Sie sich entschieden, Menschen über unsere Stiftung zu helfen?
Dr. Hans Friedrich Birkel: Ich war 20 Jahre im Stiftungsrat tätig. Dabei habe ich unglaublich viele engagierte Menschen bei der Stadtmission kennengelernt, die sich mit jeder Menge persönlichem Einsatz in ihren Arbeitsbereichen für Bedürftige stark gemacht haben. Das habe ich immer bewundert und als sehr bereichernd empfunden. Wir wollen aktiv sein und dazu beitragen, ein friedliches Miteinander in Nürnberg zu fördern.
Glauben Sie, dass das mit Ihrer Zustiftung gelingt?
Dr. Hans Friedrich Birkel: Ja, Geld bewirkt freilich etwas. Inzwischen hat die Stiftung ein Niveau erreicht… ich bin ganz beglückt. Mit den Erträgen kann HILFE IM LEBEN gezielt einzelne Projekte unterstützen. Ich finde es enorm wichtig, dass diese Arbeit geschieht und wir im Rahmen der Diakonie helfen können. Etwa wenn bedürftige Menschen mit ihren Anträgen bei anderen Institutionen kein Glück haben.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Stiftung?
Dr. Hans Friedrich Birkel: Ich wünsche mir sehr, dass diese Stiftung und die Stadtmission Nürnberg stabil weiterarbeiten können. Schließlich werden die Probleme in unserer Stadt immer größer statt kleiner. Die diakonische Arbeit ist hierbei ganz entscheidend – man kann sich nicht immer auf die Kommune oder den Staat alleine verlassen. Ein Träger wie die Stadtmission vor Ort ist unbezahlbar. Ich glaube, das wissen die Verantwortlichen in der Kommune auch sehr gut.
Interview: Alexander Reindl
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