AIDS-Beratung Mittelfranken: Offene Diskussion zu vorbeugenden „PrEP“-Medikamenten

Die sogenannte „Prä-Expositionsprophylaxe“ (kurz „PrEP“) ist ein Thema, welches in den vergangenen Monaten sowohl in der HIV-Fachwelt als auch in der Community für zahlreiche Diskussionen gesorgt hat. „PrEP“ steht für Medikamente, welche bei HIV-negativen Menschen einer HIV-Ansteckung vorbeugen können. Dabei ist unumstritten, dass die Einnahme bestimmter antiretroviraler Medikamente „das Risiko einer Ansteckung mit dem HI-Virus bei allen Formen der sexuellen Exposition, allen Geschlechtern und allen Einnahmeschemata effektiv reduziert“ (Fonner et al 2016). Zudem hat PrEP zu einem Rückgang der HIV-Neudiagnosen bei Homosexuellen geführt. 

Gleichzeitig berichten Mediziner von steigenden Zahlen anderer sexuell übertragbarer Erkrankungen wie beispielsweise Syphilis und appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der User und der Community, solche Risiken nicht zu unterschätzen und sich weiterhin auch mit Kondomen zu schützen.

Die AIDS- Beratung Mittelfranken lädt deshalb zu einer offenen Diskussion in das Christine- Kreller-Haus ein: Nach einem medizinischen Input von Prof. Dr. Harrer (Schwerpunktprofessur für Infektiologie und Immundefizienz, Medizinische Klinik 3, Universitätsklinikum Erlangen) freuen sich  ein PrEP-Anwender sowie Mitarbeitende der AIDS- Beratung Mittelfranken auf diskussionsfreudige Besucher.

Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms rund um den diesjährigen Christopher Street Day . Ein Gebärdendolmetscher wird die Diskussion  für gehörlose Teilnehmende in Gebärdensprache übersetzen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei.


Wann und Wo:

  • Beratungszentrum Christine- Kreller- Haus - Krellersaal
    Krellerstraße 3
    90489 Nürnberg
  • Montag, 30. Juli 2018; 17:30 Uhr - 19:00 Uhr

Ansprechpartnerin: Nicole Ziwitza, Tel.: 32250-0

 

 

Meldung vom: 30.07.2018
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