Betreutes Wohnen für Menschen mit seelischer und schwerer körperlicher Erkrankung

Zwei Männer laufen einen Weg entlang und unterhalten sich. Zwei Männer laufen einen Weg entlang und unterhalten sich.

Überblick

Ambulante Begleitung und Beratung Wenn die eigene Krankheit zur Belastung wird, braucht man helfende Hände.

Im Betreuten Wohnen für Menschen mit seelischer und schwerer körperlicher Erkrankung der Stadtmission Nürnberg kümmern sich vier Sozialpädagog/innen um Menschen mit einer chronischen Krankheit wie HIV, Hepatitis oder Krebs, zusätzlich zu einer Sucht- oder psychischen Erkrankung. Die Mitarbeitenden unterstützen Sie in Ihrem Alltag. Es handelt sich um eine ambulante Hilfe. Sie werden also in Ihrer eigenen Wohnung betreut.

Boden unter den Füßen finden

Der eigene Haushalt, Termine außer Haus und der gesamte Alltag werden Ihnen aufgrund Ihrer Krankheit zu viel? Sie fühlen sich alleine und wünschen sich, dass jemand vorbei kommt und Sie mit Gesprächen unterstützt? Dank des Betreuten Wohnens begleitet Sie ein/e Bezugsbetreuer/in regelmäßig im Alltag. So müssen Sie nicht mehr alleine zum Arzt oder zu Behörden. Durch das Betreute Wohnen tanken Sie wieder Kraft für alte oder neue Hobbies. Die Mitarbeitenden des Betreuten Wohnens der Stadtmission Nürnberg sind für Sie 2 bis 3 Stunden pro Woche, im Normalfall von montags bis donnerstags 08.00 – 17.00 Uhr und freitags 08.00 – 13.00 Uhr da.

Das sollten Sie wissen

Voraussetzungen für das Betreute Wohnen

Sie fragen sich, ob auch Sie das Betreute Wohnen in Anspruch nehmen können? Hierfür gibt es einige Voraussetzungen:

  • Ihre psychische und/oder Suchterkrankung muss durch eine/n Facharzt*ärztin diagnostiziert sein.
  • Sie haben eine chronische körperliche Erkrankung, durch die Sie sich im Alltag beeinträchtigt fühlen.
  • Sie sind mindestens 18 Jahre; bei Personen über 67 Jahre wird geprüft, ob der Hilfebedarf den Kriterien der Wiedereingliederungshilfe entspricht.

Sie haben eine eigene Wohnmöglichkeit.

Wenn Sie an einer Aufnahme im Betreuten Wohnen interessiert sind, rufen Sie einfach an oder schreiben Sie eine E-Mail. Die Mitarbeitenden klären mit Ihnen die Zugangsvoraussetzungen und laden Sie zu einem Vorstellungsgespräch ein.

Ist das Betreute Wohnen für Sie geeignet, wird der eigentliche Antrag beim Kostenträger (in der Regel der Bezirk Mittelfranken) gestellt. Hierfür brauchen Sie

  • einen ärztlichen Bericht durch eine/n Facharzt*ärztin für Psychiatrie,
  • einen Sozialbericht, ausgestellt zum Beispiel durch einen Sozialpsychiatrischen Dienst oder eine Psychiatrische Institutsambulanz,
  • und einen Antrag auf Gewährung von Hilfe.

Alle Formulare finden Sie auf der Homepage des Bezirks Mittelfranken. Das Betreute Wohnen unterstützt Sie gerne.

Bei entsprechendem Einkommen werden Sie als Selbstzahler aufgenommen. Dadurch entfällt der Antrag beim Bezirk.

Auch in Krisen begleiten Sie die Sozialpädagogen*innen gerne. Für die Nachtstunden und Wochenenden arbeitet das Betreute Wohnen mit dem Krisendienst Mittelfranken zusammen. Gerade bei längeren Krisen ist es wichtig, dass Sie sich nicht vollständig zurückziehen, sondern Termine mit ihrem/r Bezugsbetreuer*in wahrnehmen. Zum einen kann das Betreute Wohnen nur wirken, wenn Sie Hilfe annehmen. Zum anderen gibt es auch von Seiten des Kostenträgers Vorgaben: Wenn drei Monate am Stück die vereinbarte Stundenzahl nicht erbracht wird, können Ihnen Stunden gekürzt werden oder das Betreute Wohnen endet für Sie.

Wenn es Ihnen besser geht, erarbeiten die Sozialpädagogen*innen mit Ihnen Methoden, um zukünftig mit Krisen besser umzugehen. Sie erstellen mit Ihnen Krisenpläne.

Das Betreute Wohnen unterstützt Sie (sozial-)pädagogisch. Es ersetzt keine Psychotherapie, keine Suchttherapie und keine medizinischen Hilfen. Die Mitarbeitenden übernehmen für Sie keine Verantwortung und keine Aufgaben, wie dies eine gesetzliche Betreuung macht. Auch Hilfen wie Fahrdienste, Einkäufe und ähnliches gehören nicht zu den Leistungen des Betreuten Wohnens. Bei Bedarf vermitteln die Betreuenden aber gerne weitere Hilfsmöglichkeiten.

Je nach Umfang der benötigten Hilfen beträgt der Tagessatz derzeit zwischen 20 und 40 Euro. Der zuständige Sozialhilfeträger (§§53 ff. SGB XII) übernimmt die Aufwendungen im Rahmen der Eingliederungshilfe, wenn Sie die Einkommens- und Vermögensgrenzen nicht überschreiten. Die Mitarbeitenden informieren Sie gerne und helfen Ihnen, den Antrag zu stellen.

Bezirksrahmenleistungsvereinbarung für Betreutes Wohnen nach §§ 53 SGB XII für psychisch und suchtkranke Menschen des Bezirks Mittelfranken

Nützliche Links und Downloads

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Kontakt

Portrait von Kathrin Strohhöfer, der Einrichtungsleiterin der AIDS-Beratung Mittelfranken

Katrin Strohhöfer Einrichtungsleiterin AIDS-Beratung Mittelfranken, Betreutes Wohnen für Menschen mit seelischer und schwerer körperlicher Erkrankung

Krellerstraße 3
90489 Nürnberg

(0911) 322 50 - 80 (Sekretariat)
(0911) 322 50 - 22 (Sekretariat)

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