Beschützende Pflege

Sicher und geborgen

Menschen mit fortgeschrittener Demenz finden sich in der Gegenwart oft kaum noch zurecht. Es ist, als sei ihnen die Zeit abhandengekommen.

Im Bereich der Beschützenden Pflege finden Menschen mit Demenz, Verhaltensauffälligkeiten und Weglauftendenzen einen behüteten Ort, der genau auf ihre besonderen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Die Mitarbeitenden sind darin geschult, Menschen mit Demenz zu verstehen, sie anzunehmen und sie zu pflegen. Betroffene leben in ihrer eigenen Welt mit eigenen Maßstäben. Wer sie ständig korrigiert, verunsichert sie und konfrontiert sie dauernd mit ihren Schwächen. Die Mitarbeitenden und gerontopsychiatrischen Fachkräfte finden den richtigen Ton und das passende Maß an Unterstützung – auch für die Angehörigen.

Ritualisierte Tagesprogramme geben den Bewohnern*innen Sicherheit und Geborgenheit. Die Pflege- und Betreuungskräfte gehen gezielt auf sie ein. Das kann durch einen spielerischer Umgang mit dem Gedächtnis erfolgen, durch gemeinsames Kochen und Backen, Gymnastik, aber auch durch Gartenaktionen oder das Blättern im Fotoalbum.

Auch die Raumgestaltung ist an die Bedürfnisse von Demenzerkrankten angepasst: Wandfarben, Größen und Formen der Zimmer und ein besonders gestalteter Garten. Die einzelnen Wohnbereiche sind mit Möbeln, Gebrauchsgegenständen und Erinnerungsstücken aus vergangenen Zeiten eingerichtet. Denn in der Vergangenheit fühlen sich Menschen mit Demenz sicher.

Damit Ihr/e Angehörige*r in die Beschützende Pflege kommen kann, bedarf es mindestens des Pflegegrades 2 und eines Unterbringungsbeschlusses des Betreuungsgerichtes.

Hilfe im Leben – Stadtmission Nürnberg